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Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 06. September 2018 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

War es ein homophober Akt oder nicht? 

In dieser neuen 922. Sendung geht es um die Frage: War es ein homophober Akt oder nicht? Nach wie vor rätselt die Polizei. Michael Baumgartner, der Initiatior des Glockenbackmaibaums, spricht über den Taferl-Klau am Rosa Stangerl.

Zudem geht es weiter mit Thomas Macks Podcast-Satire „”Was ich noch sagen wollt…” , dem Tonbandgeflüster aus dem Glockenbachviertel (mehr dazu auch bei unserem Kooperationspartner http://www.queerelations.net/ ). Im Studio dazu die Macher im Hintergrund, die euch einen Einblick hinter die Kulissen der Produktion geben.  Hinweis: Jingles Lizenz von Thomas Macks Podcast-Satire ist vorhanden und Gemafrei.

Es gibt wieder Nachrichten aus der queeren Welt, Veranstaltungshinweise und Musik

Eure Moderatoren im Studio sind Uwe Brisgis und Constantin Jahn

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. September 2018 um 1:16 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 06. September 2018

Kein Asyl für zu “mädchenhaften” Schwulen: Behörde weist Kritik zurück

Das Bundesamt für Asyl meint, es habe einen schwulen Asylbewerber nicht diskriminierend behandelt. “Einzelsätze” aus Ablehnungen ließen nicht auf die Arbeit des Amtes schließen. Nachdem das österreichische Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) wegen absurd begründeter Ablehnungen von Asylanträgen schwuler Flüchtlinge innerhalb weniger Tage gleich drei Mal für Schlagzeilen im In- und Ausland sorgte, hat die Behörde nun am Donnerstag ihr Vorgehen im neuesten Fall verteidigt. Mitte August hatte ein vom “Falter” publizierter Fall eines Afghanen das Land empört: Dem 18-Jährigen war vorgeworfen worden, dass “weder Ihr Gang, Ihr Gehabe oder Ihre Bekleidung (…) auch nur annähernd” auf eine Homosexualität hingedeutet hätten. Auch habe er sich für  Homosexuelle untypische Streitereien mit einem Mitbewohner geliefert . Der Beamte einer Wiener Regionalstelle des BFA war zum Bekanntworden des Vorfalls schon versetzt worden, gab das Amt später bekannt; die Formulierungen hätten “nicht den qualitativen Standards des BFA” entsprochen. Die Ablehnung des Antrags wird in den nächsten Monaten regulär vor Gericht überprüft werden. Erst wenige Tage zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht einem schwulen Iraner Asyl zuerteilt, nachdem dies zuvor ebenfalls in Wien abgelehnt worden war – weil er die Farben der Regenbogenflagge nicht den jeweiligen Bedeutungen zuordnen konnte . Im neuesten, vom Grazer LGBTI-Verein RosaLila PantherInnen bekannt gemachten Fall wurde einem Asyl suchenden Iraker im Ablehnungsbescheid vorgeworfen, dass er sich eines “stereotypischen, jedenfalls überzogenen ‘mädchenhaften’ Verhaltens (Gestik und Mimik) eines ‘sexuell anders Orientierten’ bedient” habe,  was “gespielt, aufgesetzt und nicht authentisch auf die Behörde wirkte” Gegenüber der Austria Presse Agentur wies das Amt nun die Vorwürfe der RosaLila PantherInnen zurück, diskriminierend gehandelt zu haben. So habe der nach Bekanntwerden der Kritik sofort überprüfte Ablehnungsbescheid keine “klischeehaften Formulierungen” enthalten, wie dem Amt vorgeworfen worden sei, auch habe der Asylwerber keine “Nachweise über seine sexuellen Kontakte mit Männern” erbringen sollen – beide Vorwürfe sind allerdings Medienschlagzeilen und wurden in der Presseerklärung von RosaLila PantherInnen so nicht wörtlich erhoben. Der Betroffene wurde den vom Verein veröffentlichten Protokollen zufolge aber durchaus zur Anzahl seiner Sexualpartner im Irak und Österreich befragt und dazu, wie diese zustande kamen. Das Amt stritt auch den Vorwurf der Diskriminierung ab. Es bilde nicht die Realität von Asylverfahren ab, aus rund 120.000 Entscheidungen der letzten beiden Jahre Einzelsätze herauszusuchen.

Bremen: Bürgerschaft fordert Verbot von Homo-“Heilung”

Das Parlament des kleinsten deutschen Bundeslandes fordert die Landesregierung einstimmig auf, etwas gegen “pseudowissenschaftliche Konversionstherapien” zu unternehmen. Die Bremische Bürgerschaft hat am Mittwoch den rot-grünen Senat aufgefordert, “eine Bundesratsinitiative für ein Verbot von Konversionstherapien zu starten”. Der Dringlichkeitsantrag ) war von den Regierungsfraktionen SPD und Grüne sowie der oppositionellen Linksfraktion eingebracht worden und wurde ohne Debatte einstimmig verabschiedet. “Homosexualität ist keine Krankheit, sondern Teil der menschlichen Natur und eine menschenrechtlich geschützte Ausprägung der Persönlichkeit, die keiner Therapie bedarf”, heißt es zur Begründung in dem Antrag. Als Schuldige für die anhaltende Popularität der “Umpolungs-Therapie” werden besonders “evangelikale Kreise” hervorgehoben. In diesem Kreisen würden “beispielsweise homoerotische Bilder gezeigt und gleichzeitig Elektroschocks verabreicht, um so eine Abneigung gegenüber gleichgeschlechtlicher Lust entstehen zu lassen”. Die aktuelle Bundesregierung sieht – wie ihre Vorgänger – keinen Handlungsbedarf, um Homo-“Heilung” zu verbieten. Erst Anfang Juli erklärte die Große Koalition, kein Verbot zu erwägen. Vor fünfeinhalb Jahren hatte der damalige Bundestag sogar einen Gesetzentwurf der Grünen abgelehnt, Konversionstherapien zumindest bei Jugendlichen zu verbieten Mitte August brachte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Schwung in die Debatte, als er die “Heilung” von Homosexualität als “Körperverletzung” bezeichnete . In mehreren aktuellen Online-Petitionen fordern LGBTI-Aktivisten den Minister zum Handeln auf. Der SPDBundestagsabgeordnete Johannes Kahrs kündigte an, “das Thema direkt nach der Sommerpause anzugehen”. Auch sein Fraktionskollege Frank Junge forderte in einer Pressemitteilung diese “Foltermethoden” gesetzlich zu verbieten: “Dazu gehören ein Werbeverbot für diese Arten von Therapieformen, das komplette Verbot für Therapien an Minderjährigen sowie das Verbot von unfreiwilligen Therapien bei Erwachsenen.” Als bislang einziges EU-Land hat Malta die “Heilung” von Homosexuellen generell untersagt.

Von-Storch-Portal: Vatikan “aus Angst vor der Homo-Lobby” eingeknickt

Das Online-Magazin “Freie Welt” wirft der katholischen Kirche vor, die viel kritisierte Psychiater Äußerung des Papstes zum Thema homosexuelle Kinder “zensiert” zu haben. Das zunehmend in kreuz.net-artiger Weise auffallende Portal “Freie Welt” aus dem Netzwerk der AfD-Politikerin Beatrix von Storch hat den Vatikan für die Rücknahme einer Papst-Äußerung zum Thema homosexuelle Kinder scharf kritisiert. Auf dem Rückflug vom Weltfamilientag in Dublin hatte Papst Franziskus am Sonntag auf eine Journalistenfrage betont, dass man Schwule und Lesben nicht aus der Familie ausschließen und verdammen sollte, aber auch gemeint: “Eine Sache ist, wenn es sich [die Homosexualität] in einem Kind zeigt. Es gibt viele Dinge, die man mit der Psychiatrie machen kann, um zu sehen, wie die Dinge sind. Etwas anderes ist es, wenn es sich ab dem Alter von 20 Jahren manifestiert”.  Die Aussage hatte weltweit zu Kritik geführt In der vom Vatikan am Montag veröffentlichten schriftlichen Fassung der Pressekonferenz fehlte die Psychiatrie-Aussage, was die Nachrichtenagentur AFP als Rücknahme der Äußerung bewertete. Sie sei weggelassen worden, “um den Gedankengang des Papstes nicht zu verfälschen”, sagte eine Vatikan-Sprecherin der AFP, Homosexualität sei keine Krankheit. Die Sprecherin betonte allerdings auch, der Papst habe gemeint, “dass man vielleicht schauen muss, wie sich die Dinge auf psychologischer Ebene darstellen”. Die aktualisierte Aussage lässt ebenfalls weiter viel Spielraum: “Es gibt viele Dinge, die man machen kann, um zu sehen, wie die Dinge sind”. “Freie Welt” beklagt “hasserfüllte Reaktionen der Schwulenlobby”. Die Papst-Worte seien gestrichen worden, “um eine tobende Reaktion der LGBT-Lobby zu verhindern”, beklagt nun hingegen die “Freie Welt”. Die ursprüngliche Äußerung habe schließlich “sofort hasserfüllte Reaktionen der Schwulenlobby in Italien und weltweit” ausgelöst. Das rechte Portal “Freie Welt” enthält seit Jahren immer wieder homo- und transfeindliche Berichte. Beatrix von Storch selbst interviewte auf “Freie Welt” u.a. den umstrittenen Biologen Ulrich Kutschera und veröffentlichte erst vor wenigen Tagen einen Kommentar, in dem sie die Forderungen, die Attestpflicht bei Änderung des rechtlichen Geschlechts abzuschaffen, als “Gendergaga”, “zynisch” und “menschenfeindlich” bezeichnete, da das Menschen mit “subjektiv empfundener Zugehörigkeit zu einem der angeblich vielen Geschlechter” auf eine Stufe stelle mit Intersexuellen bzw. Menschen mit einer “seltenen Chromosomen-Anomalie”, die sich “ihr Schicksal nicht selbst ausgesucht” hätten. Einige der homo- und transfeindlichen Texte waren zunächst auf der Webseite der “Initiative Familienschutz” erschienen, in der das Ehepaar von Storch seinen christlichen Fundamentalismus so richtig auslebt. Initiative und “Freie Welt” sind Projekte des Vereins “Zivile Koalition”, offiziell verantwortet von Sven von Storch mit Ehefrau Beatrix als Vereinsvorsitzende.

Redaktion: Constantin Jahn

Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im September 2018

Täglich bis 7. Oktober – ABBA in München

Ab dem 15. August sind ABBA back in town und für alle, die an Entzug gelitten haben, gibt es jetzt täglich bis zum 7. Oktober ABBA-Nonstop und zu verschiedenen Uhrzeiten im Deutschen Theater in der Schwanthaler Straße 13.

Am Donnerstag, 13. September 2018 präsentiert DJane’s Delight das GROSSE Frauenfest „Afterwork Clubbing“

Unser Afterwork Clubbing ist ein Unikat unter den Frauenfesten, denn wir feiern mit Euch auch während der Woche. Raus aus der Arbeit und rein ins Vergnügen – direkt zum Feierabend von 19 Uhr bis Mitternacht. In einer Zeit, in der das Internet und das virtuelle Kennenlernen sehr dominant geworden sind, kommen zwischenmenschliche Begegnungen leiderviel zu oft zu kurz.

Seid Ihr als Gruppe unterwegs? Dann schaut doch einfach mal, ob vielleicht Eine irgendwo alleine steht und Ihr sie in Eure Runde einladen könnt. Kommst Du alleine? Trau Dich und gehe freundlich auf jemanden zu.Womöglich ist die Andere ja noch schüchterner als Du selbst. Im Endeffekt entscheidet sowieso die Sympathie. Also setzt Euer freundlichstes Lächeln auf und los geht’s.

Sounds by DJ Blues, der Amüsierbeauftragten Kölns.

Bei uns sind alle Frauen (lesbisch, bi, hetero), Transmenschen& Gays willkommen.

Wo: La Nuit, Maximliansplatz 16, 80333 München

Partytime: 19.00 Uhr – Mitternacht

Eintritt: € 10,– (incl. Welcome Shot)

Mehr Info unter: http://www.frauenfest-muenchen.de

Freitags in der LeTsBar

Der Lesbentelefon e.V. lädt jeden 1. und 3. Freitag im Monat ins LeTRA-Zentrum zum Barabend ein. Mit Getränken zum Selbstkostenpreis ist Plauschen, Feiern, Kickern, Lesen und Flirten möglich. Neben der Bar gibt es einen Bibliotheksbereich zum Ausleihen von Büchern rund ums lesbische Leben. Beim Infodienst von 18.00–21.00 Uhr könnt Ihr Euch über die LGBT-Community mit ihren Festen, Gruppen und weiteren Angeboten informieren.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis. Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

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Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

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Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

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Fotos Studio Technik © Uferlos Magazin

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Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!