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Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 21. März 2019 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

In der 938. Sendung erwarten Euch neue Themen und News aus der queeren Welt

In dieser neuen Sendung erwarten Euch neue Themen und News aus der queeren Welt, sowie interessante Veranstaltungshinweise. Selbstverständlich auch passende Musik zum Schwelgen und Entspannen.

Eine neue Folge von Thomas Macks „Was ich noch sagen wolllt“, der schwulen Tonband-Satire aus dem Glockenbackviertel mit dem Titel ,,Starkbier,,   (mehr dazu auch bei unserem Kooperationspartner http://www.queerelations.net). Hinweis: Jingles Lizenz von Thomas Macks Podcast-Satire ist vorhanden und Gemafrei.

Eure Moderatoren im Studio sind Horst Kerwien und Constantin Jahn

UferlosLogMod

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. März 2019 um 9:35 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 21. März 2019 

US-Kulturkampf: Dürfen Homo- und Transsexuelle diskriminiert werden?

In Amerika kämpfen Homo-Hasser dafür, sexuelle und geschlechtliche Minderheiten offiziell benachteiligen zu dürfen.Soll es Arbeitgebern erlaubt sein, einen schwulen Arbeitnehmer wegen dessen sexueller Orientierung zu feuern? Soll ein Restaurant ein lesbisches Paar aus Homophobie den Service verweigern dürfen? Soll ein transphober Vermieter einem Mieter kündigen dürfen, wenn dieser eine Geschlechtsanpassung anstrebt? Diese Fragen beschäftigen in diesen Tagen die US-Politik intensiv – und es gibt Bewegung: Das Repräsentantenhaus will derartige Diskriminierungen künftig landesweit verbieten. Unterdessen sind regionale Antidiskriminierungsgesetze nach einer Entscheidung des Supreme Courts vom Montag gestärkt worden. Konkret arbeitet das Repräsentantenhaus am sogenannten „Equality Act“. Grund für die Initiative war der Wahlsieg der LGBTI-freundlichen Demokraten bei den letzten Parlamentswahlen, die damit zum ersten Mal seit acht Jahren wieder eine Mehrheit in der Kammer erobern konnten. Das geplante Gesetz soll Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität im Arbeits- und Zivilrecht landesweit untersagen. Derzeit ist eine derartige Ungleichbehandlung nur aufgrund der Merkmale Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht und nationale Herkunft verboten. Im Arbeitsrecht gibt es weitere Benachteiligungsverbote, etwa aufgrund der Merkmale Alter, Behinderung, Schwangerschaft oder dem Veteranenstatus. Homo- und Transsexuelle dürfen aber laut Bundesrecht nach Gutdünken diskriminiert werden. Verschiedene Formen des „Equality Act“ sind bereits seit über 40 Jahren im US-Parlament beraten worden, bislang stets ohne Erfolg. In den letzten Jahren gab es aber immer mehr Unterstützung für ein derartiges Antidiskriminierungsgesetz, auch von großen Konzernen wie Nike oder American Airlines. Allerdings werden dem Gesetz gegenwärtig nicht die größten Chancen eingeräumt, weil der Senat weiterhin von den Republikanern kontrolliert wird – und die Trump-Partei derzeit wenig Interesse an Minderheitenrechten hat.

Experten befürworten Stärkung von Regenbogenfamilien

In einer Bundestagsanhörung fordert die Mehrzahl der Experten eine Verbesserung der rechtlichen Situation lesbischer Mütter. Manche Experten und die FDP machen sich aber Sorgen um die Stellung der Väter.Kinder in Regenbogenfamilien sind teilweise im Recht schlechtergestellt – große Teile der Politik wollen diese Diskriminierung beenden. Nach der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht ist eine Modernisierung des Abstammungsrechts wünschenswert. Diese Meinung vertraten die meisten der neun geladenen Sachverständigen in einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages am Montag. Gegenstand der Fragen der Abgeordneten der zweieinhalbstündigen Sitzung war der von den Grünen im letzten Jahr eingebrachte „Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der abstammungsrechtlichen Regelungen an das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“Der Entwurf konzentriert sich auf das Modell „Mutter, Mutter, Kind“. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die „gesetzliche Fiktion“, wonach der Ehemann der Mutter automatisch der zweite rechtliche Elternteil des Kindes ist, zugunsten der Ehefrau der Mutter beendet wird. Die Fragen der Abgeordneten drehten sich vor allem um mögliche Auswirkungen der vorgesehenen Änderungen auf die Rolle der biologischen Väter, die Unterschiede zwischen Abstammungs- und Adoptionsrecht, Weiterentwicklungen dieser Regelungen sowie um die Möglichkeiten, eine Elternschaft anzufechten. Über den Gesetzentwurf war bereits vor einem dreiviertel Jahr im Bundestag in erster Lesung debattiert worden. Die Debatte wurde damals von der Ankündigung der AfD überschattet, das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben wieder einführen zu wollen

Schwarzenegger gratuliert schwulem „Strongman“ zur Hochzeit

Als kalifornischer Gouverneur legte der Austro-Amerikaner zwei Mal sein Veto gegen die Ehe für alle ein – jetzt gratuliert er dem schwulen Kraftsportler Rob Kearney zur Hochzeit. Die Hochzeit des US-Kraftsportlers Rob Kearney und seines Ehemanns Joey Aleixo am Sonntag im australischen Melbourne hatte einen prominenten Paten: Politiker, Filmstar und Bobybuilder Arnold Schwarzenegger feierte mit dem frisch vermählten Paar und gratulierte ihm in sozialen Medien zur Hochzeit. Einige Tage zuvor hatte Kearney den ersten Platz in Schwarzeneggers „Arnold Australia Pro Strongman“-Wettbewerb gewonnen.
Schwarzenegger schrieb auf Twitter zu einem Bild, das ihn mit dem Ehepaar zeigt: „Ich denke, das ist was Neues: Den Strongman-Wettbewerb zu gewinnen und am selben Wochenende zu heiraten. Herzlichen Glückwunsch, Jungs! Es war mir eine Ehre, mit euch zu feiern.“

USA Erstmals schwuler Präsidentschaftskandidat in offizieller TV-Debatte

Pete Buttigieg hat in den letzten Wochen eine gute Figur als Präsidentschaftskandidat gemacht. Als erster queerer Bewerber qualifizierte er sich für eine Fernsehdebatte mit den anderen Kandidaten. Wer das Fernsehgerät in Amerika einschaltet, begegnet Pete Buttigieg gerade auf fast allen Kanälen. Der offen schwule Politiker Pete Buttigieg wird bei der ersten offiziellen Fernsehdebatte der demokratischen Bewerber um das US-Präsidentenamt dabei sein. Der 37-jährige Bürgermeister der knapp über 100.000 Einwohner zählenden Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana hat mit über 65.000 Einzelspendern die von der Parteiführung festgelegte Schwelle für eine Teilnahme erreicht, wie Buttigieg am Samstag via Twitter mitteilte. Der verheiratete Marine-Veteran bedankte sich in dem Eintrag bei seinen Unterstützern. „Aber wir müssen viel mehr Geld einsammeln, um mithalten zu können“, schrieb er dazu. Die Debatte soll im Juni stattfinden und live im Fernsehen übertragen werden. Damit ist Buttigieg der erste LGBTI-Kandidat, der sich für eine derartige TV-Debatte der zwei großen US-Parteien qualifiziert hat. Zwar war mit Fred Kargerbereits 2011/12 ein schwuler Politiker bei den Vorwahlen der Republikaner angetreten. Er konnte sich damals aber für keine einzige TV-Debatte qualifizieren. Die Republikaner hatten damals als Voraussetzung für die Teilnahme, dass ein Kandidat in mehreren nationalen Umfragen über ein Prozent Zustimmung erhalten muss. Buttigieg hatte im Januar seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen bekanntgegeben. In einem sehr großen Bewerberfeld galt er zunächst als völlig aussichtslos gegen etablierte Bundespolitiker, beeindruckte jedoch mit einer erfolgreichen Wahlkampagne und überzeugenden Interviews. Insbesondere ein live im Sender CNN übertragenes sogenanntes „Town Hall Meeting“ – also ein Interview vor Publikum, bei dem auch Zuschauer Fragen stellen dürfen – sorgte vor einer Woche für einen Popularitätsschub des Kandidaten. Binnen 24 Stunden konnte er über 600.000 Dollar an Spenden verbuchen. (queer.de, gekürzt)

Rechtsruck in der UnionJU-Deutschlandtag macht sich über Intersexuelle lustig

Der neue JU-Chef Tilman Kuban polterte gegen „Schultoiletten für das 3. bis 312. Geschlecht“ und die „linke Intoleranzpolizei“. Auch andere Redner spielten die Rechte intergeschlechtlicher Menschen gegen „wirkliche Probleme“ aus. Queerfeindlichkeit scheint zum neuen Markenkern der Union zu werden. Beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) am Samstag in Berlin verteidigten sowohl die Generalsekretäre von CDU und CSU als auch die beiden Bewerber um den JU-Vorsitz den Witz von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Kosten intergeschlechtlicher Menschen – und machten sich teilweise selbst über nicht-binäre Personen und ihre Rechte lustig. „Ich finde es gut, dass Annegret Kramp-Karrenbauer da nicht eingeknickt ist, sondern gesagt hat, lasst uns über die wichtigen Probleme sprechen“, meinte der neue CDU-Generalsekretär und ehemalige JU-Chef Paul Ziemiak in seinem Grußwort und beklagte eine „medial getriebene Kampagne“ gegen seine Parteivorsitzende. Ähnlich äußerte sich CSU-Generalsekretär Markus Blume. „Was sind wir für ein Land, wo man zwei Wochen über die Frage diskutieren kann, ob ein Faschingsscherz geglückt ist, ob Intersextoiletten richtig sind oder ein Faschingskostüm angesagt ist“, fragte er in den Saal. „Ein solches Land, was es sich leisten kann, solche Probleme zu diskutieren, scheint keine wirklichen Probleme zu haben.“ Richtig in Rage redete sich der niedersächsische JU-Landesvorsitzende Tilman Kuban. „Und wenn sich die Linken in unserem Land hinstellen und lieber für die Schultoilette des 3. bis 312. Geschlechts kämpfen oder sich um die Verkleidung am Karneval kümmern, dann stehen wir auf und reden Klartext“, brüllte der 31-Jährige in seiner Bewerbungsrede für den JU-Bundesvorsitz – um gleich im nächsten Satz die Ausweisung straffällig gewordener Ausländer zu fordern. Die „linke Intoleranzpolizei“ sei noch schlimmer als die „Schariapolizei“, so Kuban unter stürmischem Beifall. Auch sein Gegenkandidat, der schwule Thüringer JU-Chef und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner, setzte in seiner Bewerbungsrede auf Bierzeltniveau und kritisierte die Jusos für ihren Einsatz für die Rechte von Frauen und intergeschlechtlichen Menschen: „Und wenn denen Diskussionen über veganes Essen oder das dritte Klo wichtiger sind als der Schutz des Lebens, dann kann ich nur sagen: Diese Chaoten dürfen niemals Verantwortung für unser Land tragen.“  Kuban, der als Außenseiter gehandelt worden war, wurde anschließend mit 200 der 319 gültigen Stimmen oder 62,7 Prozent zum neuen Bundesvorsitzenden der Jungen Union gewählt. (queer.de, gekürzt)

Redaktion: Horst Kerwien

Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im März 2019

Donnerstag, 21.03.2019 18:30 Uhr Oberangertheater, Oberanger 38: Bavarian Mr. Leather Wahl des neuen Fetisch-Repräsentanten

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Freitags in der LeTsBar

Der Lesbentelefon e.V. lädt jeden 1. und 3. Freitag im Monat ins LeTRA-Zentrum zum Barabend ein. Mit Getränken zum Selbstkostenpreis ist Plauschen, Feiern, Kickern, Lesen und Flirten möglich. Neben der Bar gibt es einen Bibliotheksbereich zum Ausleihen von Büchern rund ums lesbische Leben. Beim Infodienst von 18.00–21.00 Uhr könnt Ihr Euch über die LGBT-Community mit ihren Festen, Gruppen und weiteren Angeboten informieren.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis. Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

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Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

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Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

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Fotos Studio Technik © Uferlos Magazin

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Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE 
am 1.- 2.- 3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).

Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen. Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!