» Home «

Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 15. November 2018 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

Verleihung des Schmidpeterpreises 

In der aktuellen Sendung von Uferlos berichtet unser Außenreporter Erwin Harbeck von der Verleihung des Schmidpeterpreises.

Der Preis erinnert an Michael Schmidpeter, der vor zwölf Jahren keinen Ausweg mehr in seinem Coming-Out-Prozess wusste und sich das Leben nahm. Die Preisverleihung für das abgelaufene Schuljahr fand am 19. Oktober erstmals in Michaels Heimatgemeinde Pöcking statt, welche südwestliche von München am Starnberger See liegt. Die Veranstaltung war gut besucht: Neben den Preisträgerinnen und Preisträgern waren auch die Eltern von Michael Schmidpeter, Vertreter der Gemeinde, sowie eine Delegation von “New Generation NGO” vertreten, die über die Situation in Armenien berichtet hat. Verliehen wird der Preis von Lambda Bayern, der Dachorganisationen der LesBiSchwulen Jugendgruppen im Freistaat.

Neben diesem bewegenden Rahmenthema erwarten euch Nachrichten aus der schwul-lesbischen Welt und interessante Veranstaltungshinweise in und um München. Zudem geht es weiter mit Thomas Macks Podcast-Satire „”Was ich noch sagen wollt…” , dem Tonbandgeflüster aus dem Glockenbachviertel (mehr dazu auch bei unserem Kooperationspartner http://www.queerelations.net/ ). Hinweis: Jingles Lizenz von Thomas Macks Podcast-Satire ist vorhanden und Gemafrei.

Natürlich werden die aktuellen Nachrichten sowie Veranstaltungstipps auch wieder im Programm sein.

Eure Moderatoren im Studio sind Uwe Brisgis und Constantin Jahn

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. November 2018 um 19:34 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom  15. November 2018

Kandidat für das Bundesverfassungsgericht gilt als homophob

SPDqueer und QueerGrün lehnen Stephan Harbarth als Verfassungsrichter ab. Die innerparteilichen LGBTI-Gruppen SPDqueer und QueerGrün kritisieren die Nominierung des baden-württembergischen CDU-Bundestagsabgeordneten und Unionsvizefraktionschefs Stephan Harbarth als Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Man lehne den Kandidaten “entschieden ab”, erklärte die SPDqueer-Bundesvorsitzende Petra Nowacki am Dienstag. “Nicht nur, dass Harbarth sich mit der inakzeptablen Begründung, dass er ein Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen im Grundgesetz verankert sehe, gegen die Öffnung der Ehe aussprach. Auch den Schutz von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten lehnt Harbarth ab”, so Nowacki. Harbarth war kürzlich von der CDU/CSU-Fraktion nominiert worden. Er soll ab 2020 auch als Nachfolger von Andreas Voßkuhle Chef des Bundesverfassungsgerichts werden. Laut Berichten wollen SPD, FDP und Grüne den Kandidaten unterstützen. Für die geheime Wahl, die möglicherweise schon nächste Woche stattfinden wird, ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Für die SPDqueer ist besonders kritisch, dass der Gleichstellungsgegner in den Ersten Senat einziehen soll, der für die Grundrechte zuständig ist. “Das Bundesverfassungsgericht ist oberste Hüterin unserer Grundrechte, zu denen auch Gleichberechtigung und der Schutz vor Diskriminierung zählen”, so Nowacki. “Mit seinen inhaltlichen Positionen ist Stephan Harbarth daher als Kandidat für das höchste deutsche Richteramt ungeeignet.” Auch Jens Christoph Parker, der Sprecher von QueerGrün, sieht Harbarth als schlechten Kandidaten für das höchste Richteramt an. “Falls die CDU weiter auf einen Gegner der ‘Ehe für alle’ für das Bundesverfassungsgericht beharrt, sollte sie im demokratischen Parteienspektrum weiter isoliert bleiben”, schrieb Parker in einem am Dienstag veröffentlichten Gastkommentar im Magazin “blu”. (queer.de)

Erstmals offen bisexuelle Politikerin in den US-Senat gewählt

Kyrsten Sinema wurde am Montagabend zur Siegerin der Wahlen zum US-Senat in ihrem Heimatstaat Arizona erklärt. Die 42-Jährige ist damit die erste offen bisexuelle Person, die einen Sitz in der 100 Mitglieder umfassenden Parlamentskammer erringen konnte. Sie erreichte laut neuesten Zahlen 49,7 Prozent der Stimmen, ihre republikanische Gegenkandidatin Martha McSally kam auf lediglich 48,0 Prozent und hat ihre Niederlage bereits eingestanden. In Arizona reicht die relative Mehrheit für einen Sieg bei Kongresswahlen. Der Sieg ist historisch für die Demokraten im traditionell eher konservativen Bundesstaat, da sie erstmals seit den Sechzigerjahren mehr Abgeordnete ins US-Kapitol schicken als die Republikaner. Präsident Donald Trump hatte via Twitter die Wahlleitung in Arizona kritisiert, als Sinema die Führung bei der Auszählung übernommen hatte. Der 72-Jährige behauptete, dass es im Bundesstaat Wahlbetrug gegeben habe, legte aber keine Beweise für seine Behauptung vor. Vertreter der republikanischen Partei wiesen die Kritik ihres De-facto-Parteichefs zurück. (queer.de)

LGBTI-Sportler klagen über Homo- und Transphobie

90 Prozent von sportlich aktiven Angehörigen sexueller oder geschlechtlicher Minderheiten sehen Homo- oder Transsexuellenfeindlichkeit als Problem im Sport an. Homophobie ist in Europa nach wie vor ein großes Problem im Sport. Das geht aus den ersten Ergebnissen der EU-weiten Studie zu Erfahrungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und intersexuellen Menschen im Sport hervor, die Anfang des Monats im Rahmen der Outsport-Konferenz im schottischen Glasgow vorgestellt wurde. Die Studie wird unter der Leitung von der Sportsoziologin Dr. Ilse Hartmann-Tews erstellt, einer Professorin an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Laut der Präsentation sind neun von zehn Befragten der Ansicht, dass es im Sport ein Problem mit Homophobie und Transphobie gibt. Zwölf Prozent derjenigen, die in den letzten zwölf Monaten sportlich aktiv waren, berichten in Bezug auf ihre Hauptsportart von negativen Erfahrungen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität. Dieser Anteil ist unter den Transfrauen (männlich zu weiblich) mit 31 Prozent am höchsten. Die häufigsten negativen Erfahrungen beziehen sich auf homophobe und transphobe Verunglimpfungen (82 Prozent) sowie Diskriminierungen (75 Prozent), wie zum Beispiel ungleiche Chancen. Erschreckend häufig wurden auch physische Formen von Gewalt (20 Prozent) und physische Grenzüberschreitungen (36 Prozent) genannt. (queer.de)

Bayerischer Landtagsabgeordneter outet sich als Transgender

Gegenüber der “Süddeutschen Zeitung” spricht der Grünenpolitiker Markus Ganserer aus Nürnberg davon, auch als Frau zu leben. Für mehr Akzeptanz von Transpersonen brauche es mehr Sichtbarkeit. Ganserer: “Ich bekenne mich heute dazu, Transgender zu sein. Es braucht mehr Sichtbarkeit für das Thema und eine breitere Akzeptanz.” Der 41-Jährige sitzt seit 2013 im Landtag und war bei der Wahl vor rund drei Wochen über die Landesliste erneut gewählt worden – bei den Erststimmen lag er im Wahlkreis Nürnberg-Nord mit 25,9 Prozent nur 1,9 Prozent hinter der erstplatzierten CSU-Kandidatin. Der Bezirksvorstand der Grünen Mittelfranken sagte der Zeitung laut einer Vorabveröffentlichung zu einem Portrait in der Samstagsausgabe, er wolle sich nicht zwischen den Geschlechtern entscheiden, sondern als Mann und als Frau leben. Eine Behandlung oder Geschlechtsangleichung komme für ihn daher nicht in Frage. Derzeit lebe er seine weibliche Seite nur selten aus, in Gruppentreffen oder bei Gängen durch Nürnberg – dort lebt er mit seiner Frau, die positiv auf sein Coming-out ihr gegenüber reagiert habe, und zwei Söhnen. Vor zehn Jahren habe er erstmals bemerkt, dass er auch eine Frau sei, und das lange für sich behalten.”Ich führte ein Schattendasein, an dem ich beinahe zugrunde gegangen wäre”, so Ganserer gegenüber der Zeitung. In seiner Tätigkeit als Politiker wolle er weiter als Mann auftreten, so Ganserer gegenüber der SZ. Angesichts der AfD graue ihm vor dummen Kommentaren. Dennoch habe er sich zum dem öffentlichen Coming-out entschlossen: “Die Erleichterung, endlich offen leben zu können, ist aber größer.” Auf Twitter schrieb er zum verlinkten SZ-Beitrag: “Ich will leben, wie ich leben will, denn ich will ich sein, anders kann ich nicht sein. Hier bin ich, ich bin Trans*, ich kann nicht anders.” (queer.de)

Redaktion: Ausgewählt und gekürzt von Horst Kerwien

Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im November/ Dezember 2018

Freitag, den 16. November 2018 19:00 Uhr

LeTra-Zentrum, Angertorstr. 3: LeTs Bar mit LETRAKTIV, Barabend mit Bibliotheksbereich und Infodienst.

19:30 Uhr im SUB Zentrum, Müllerstr. 14: Schwule Lehrer Südbayern

Samstag, den 17. November 2018: Sticks & Stones, die LGBT+ Job und Karrieremesse, zum zweitenmal in München!

Das Besondere: Alle teilnehmenden Arbeitgeber setzen sich für eine offene Unternehmenskultur gegen+ber LGBT+ ein. Für die Besucher gibt es hier tolle und zahlreiche Möglichkeiten: Man kann an dem vielfältigen Vortragsprogramm teilnehmen, sich von Karrierecoaches beraten lassen und in den Anzeigen der Jobwall stöbern! Die Messe richtet sich an Schüler_innen, Studierende, Absolvent_innen und Jobsuchende mit Berufsefahrung, ausdrücklich ist Sticks & Stones auch Heterofriendly, also auch Heteros sind willkommen.

Wo: TonHalle und Technikum München, Atelierstr. 24, 81671 München
Uhrzeit: 12:30- 18:30

Samstag, den 17. November 2018

15:00 Uhr im Diversity, Blumenstr. 11: JuLes für Mädchen von 14 bis 19 Jahren

20:00 Uhr im Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71: Barabend im Café

21:00 Uhr im SUB Zentrum, Müllerstr. 14: Kostenlose Rechtsberatung

Sonntag, den 18. November 2018

16:30 Uhr im SUB Zentrum, Müllerstr. 14: Line Dance

19:00 Uhr im SUB Zentrum, Müllerstr. 14: Drink’n Drag. Bunt und schrill mit der Drag Queens Connections

Montag, den 19. November 2018

17:00 Uhr in der Münchner Aids Hilfe, Lindwurmstr. 71: Checkpoint. HIV Test und Beratung zu sexuellen Risiken

19:00 Uhr im SUB Zentrum, Müllerstr. 14: Gay & Gray

THEATERTIPPS

Wiener Blut im Gärtnerplatztheater München
Unterm Strich: Empfehlenswert

Der Nackte Wahnsinn im Residenztheater München
Unterm Strich: Unbedingt anschauen

Am Donnerstag, 06. Dezember 2018 präsentiert DJane’s Delight das GROSSE Frauenfest „Afterwork Clubbing“

Unser AfterworkClubbing ist ein Unikat unter den Frauenfesten, denn wir feiern mit Euch auch während der Woche. Raus aus der Arbeit und rein ins Vergnügen – direkt zum Feierabend von 19 Uhr bis Mitternacht. Unser Motto „cometogether – talk&dance“soll Euchanimieren, auf unseren Abenden offen auf Andere zuzugehen und neugierig für neue Bekanntschaften zu sein. In einer Zeit, in der das Internet und das virtuelle Kennenlernen sehr dominant
geworden sind, kommen zwischenmenschliche Begegnungen leider viel zu oft zu kurz. Seid Ihr als Gruppe unterwegs? Dann schaut doch einfach mal, ob vielleicht Eine irgendwo alleine steht und Ihr sie in Eure Runde einladen könnt. Kommst Du alleine? Trau Dich und gehe freundlich auf jemanden zu. Womöglich ist die Andere ja noch schüchterner als Du selbst. Im Endeffekt entscheidet sowieso die Sympathie. Also setzt Euer freundlichstes Lächeln auf und los geht’s.

Sounds by DJaneEléni

Bei uns sind alle Frauen (lesbisch, bi, hetero), Transmenschen& Gays willkommen.

Wo: La Nuit, Maximliansplatz 16, 80333 München

Partytime: 19.00 Uhr – Mitternacht

Eintritt: € 10,– (incl. Welcome Shot)

Mehr Info unter: http://www.frauenfest-muenchen.de

Freitags in der LeTsBar

Der Lesbentelefon e.V. lädt jeden 1. und 3. Freitag im Monat ins LeTRA-Zentrum zum Barabend ein. Mit Getränken zum Selbstkostenpreis ist Plauschen, Feiern, Kickern, Lesen und Flirten möglich. Neben der Bar gibt es einen Bibliotheksbereich zum Ausleihen von Büchern rund ums lesbische Leben. Beim Infodienst von 18.00–21.00 Uhr könnt Ihr Euch über die LGBT-Community mit ihren Festen, Gruppen und weiteren Angeboten informieren.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis. Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

  —————————–

Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

LineBack1

Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

Studio02 Studio01

Fotos Studio Technik © Uferlos Magazin

LineBack1

wellenlaenge1

Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!