» Home «

Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 21. Juni 2018 (21:00 – 22:15 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

Sondersendung LIVE zur CSD Auslosung 2018 im Cafe Regenbogen

Und schon wieder ist ein Jahr vergangen. Der Münchner CSD 2018 unter dem Motto “Bunt ist das neue Weiß-Blau” findet am 14./15. Juli 2018 statt. Wir vom schwullesbischen Radiomagazin uferlos übertragen die Auslosung der Wagenreihenfolge der diesjährigen Politparade dieses Mal live aus dem Café Regenbogen und Ihr liebe Hörer*innen könnt live dabei sein.

Die Sendung wird am 21. Juni 2018 um 21 Uhr live aus dem Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71 in München übertragen. Wir bitten Euch jedoch aus organisatorischen Gründen schon früher dort zu sein, um den reibungslosen Ablauf der Sendung zu gewährleisten.

Ihr könnt gern schon ab 19 Uhr vorbeikommen und dann gemütlich etwas essen und trinken und Euch mit vielen interessanten Menschen unterhalten.

Wir haben viele interessante Gäst*innen eingeladen und freuen uns daher auf spannende Gespräche. Ihr erfahrt alles, was Ihr zum diesjährigen CSD wissen müsst.

Wir freuen uns deshalb auch auf Euch und auf Euer zahlreiches Erscheinen.

Als Gastgeber in unserem Außenstudio im Café Regenbogen begrüßen Euch dann

Eure Moderatoren Uwe Brisgis und Constantin Jahn

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Juni 2018 um 0:23 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 07. Juni 2018

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bittet Schwule und Lesben um Vergebung

Bei einem Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Schwulen und Lesben sagte der Bundespräsident am Sonntag, auch nach dem Ende der NS-Zeit seinen Schwule und Lesben verfolgt worden. Für sie sei der 8. Mai 45 nicht wirklich ein Tag der Befreiung gewesen. Denn unter dem Grundgesetz und in der DDR seine sie weiter dem Paragraphen 175 ausgeliefert gewesen. In der Bundesrepublik habe der Paragraph sogar ganz bewußt und mit Absicht in der 1935 von den Nazis verschärften Form über 20 Jahre fortgegolten. Mehr als 20 Jahre lang seien zehntausende Männer noch nach dem Paragraphen 175 verfolgt, verhaftet und eingesperrt worden, wurden weiterhin bloßgestellt und mußten weiterhin ihre wirtschaftliche Existenz riskieren. Die „Würde dieser Männer blieb antastbar“ sagte Frank-Walter-Steinmeier. Zu lange habe es gedauert, bis auch Ihre Würde etwas gezählt habe in Deutschland. Der deutsche Staat habe all diesen Menschen schweres Leid zugefügt, „vor allem unter den Nationalsozialisten, aber auch danach noch, in der DDR und viel zu lange noch unter dem Grundgesetz“. Der Bundespräsident sagte, er bitte „heute um Vergebung – für all das geschehene Leid und Unrecht und das lange Schweigen, dass darauf folgte“. Steinmeier sagte allen Schwulen, Lesben, Bi-, Trans,- Intersexuellen und Queers zu, auch ihre sexuelle Orientierung, ihre sexuelle Identität seht heute unter dem Schutz unseres Staates. Die LGBTI-Community hat mit dem Staatsoberhaupt einen neuen Verbündeten bekommen, den sie auch dringend braucht. Wie schwer sich Deutschland noch immer mit seinen queeren Bürgern tut, zeigt allein das geringe Medienecho auf den Festakt vom Sonntag. Nicht nur in der “heute”-Sendung des ZDF um 19 Uhr kam die historische Bitte des Bundespräsidenten um Vergebung nicht vor.

Schwulen grausam getötet: Homo-Hasser erhält lebenslange Haftstrafe

Offenbar aus Homophobie quälte ein Hetero-Paar einen 27-jährigen Schwulen über Stunden zu Tode. Der Täter muss ins Gefängnis, seine Komplizin, die an einem “ausgeprägten religiösen Wahn” leidet, in die Psychiatrie. Tat-Motiv Homophobie: Das Mannheimer Landgericht hat nach Angaben der “Rhein-Neckar-Zeitung”3 am Montag einen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er gemeinsam mit seiner Freundin vergangenes Jahr einen Schwulen getötet hatte. Der verurteilte 45-jährige Deutsche habe die Tat aus niedrigen Beweggründen begangen, so das Gericht. Seine 33-jährige Komplizin wurde wegen einer psychischen Krankheit schuldunfähig erklärt und zwangsweise in eine Psychiatrie eingewiesen. Richter Gerd Rackwitz stellte fest, dass die “homophobe Einstellung” der beiden Angeklagten beim Fall eine Rolle gespielt habe. Die Tat ereignete sich in der Wohnung der Frau im Mannheimer Bezirk Schwetzingerstadt. Die 33-Jährige hatte den 27-jährigen Kevin S. am Abend des 3. August in ihre Wohnung in Mannheim eingeladen. Der schwule Mann war zu diesem Zeitpunkt wohnungslos und hatte immer wieder bei einem Freund übernachtet. In der Wohnung habe der spätere Täter das Opfer kennengelernt. Die drei Personen tranken gemeinsam Alkohol und konsumierten die synthetische Droge Amphetamin. Danach ist nach Ansicht des Gerichts die Lage eskaliert: Die beiden Täter fesselten den schwulen Mann und hätten ihr Opfer aus “Lust an körperlicher Misshandlung” mehrere Stunden gequält. Am Ende stopften sie dem 27-Jährigen Socken in den Mund, worauf dieser am Vormittag qualvoll erstickte. Laut einem Gutachten könnte der Todeskampf mehrere Stunden gedauert haben. Die nicht schuldfähige Frau leidet laut Gutachtern an einer chronischen Schizophrenie und einem “ausgeprägten religiösen Wahn”. Laut Aussagen von Anwohnern habe sie immer wieder mit der Bibel in der Hand seltsame Dinge erzählt. Die 33-Jährige nahm das Urteil auf Einweisung in die psychiatrische Klinik sofort nach dem Prozess an; es ist damit für sie rechtskräftig. Während großen Teilen des Prozesses war die Öffentlichkeit von der Verhandlung auf Antrag der Angeklagten ausgeschlossen. Der Grund: Sie wolle nicht, dass ihre Krankengeschichte in der Öffentlichkeit diskutiert werde.

EuGH stärkt Rechte gleichgeschlechtlicher Ehepaare

Ein Amerikaner wollte bei seinem Mann in Rumänien leben. Die Behörden verweigerten das. Der Europäische Gerichtshof gibt dem Paar nun recht. Das Ehepaar wollte endlich zusammen nach Rumänien ziehen, wo einer der beiden geboren und zu Hause war. Kein Problem, dachten die beiden, dank EU-Gesetzgebung: Die Freizügigkeit von Unionsbürgern schließt ein, Ehepartner in die EU zu holen – auch wenn sie eine ausländische Staatsbürgerschaft haben, im vorliegenden Fall zum Beispiel die US-amerikanische. Doch die rumänischen Behörden verweigerten eine Aufenthaltserlaubnis, die über drei Monate hinausgeht. Der Grund: Die beiden Ehepartner sind Männer. Sie haben in Brüssel geheiratet. In Rumänien wird ihre gleichgeschlechtliche Ehe aber nicht anerkannt. Der Rumäne und der Amerikaner klagten sich durch das rumänische Justizsystem, bis der Fall schließlich beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) landete. Dieser hat am heutigen Dienstag entschieden: Staatsbürger aus EU-Ländern dürfen ihre Ehepartner für ein langfristiges Zusammenleben nachholen, egal welches Geschlecht diese haben. Zwar haben die EU-Länder einen Spielraum bei der Umsetzung der Richtlinie. Doch sie müssen gleichgeschlechtlichen Partnern dieselbe Aufenthaltsgenehmigung erteilen wie gemischtgeschlechtlichen. In der Urteilsbegründung heißt es: “Der Gerichtshof stellt fest, dass im Rahmen der Richtlinie über die Ausübung der Freizügigkeit der Begriff ‘Ehegatte’ – der eine Person bezeichnet, die mit einer anderen durch den Bund der Ehe vereint ist – geschlechtsneutral ist und somit den gleichgeschlechtlichen Ehegatten eines Unionsbürgers einschließen kann.” Das bedeute aber nicht, dass das Land die Ehe darüber hinaus anerkennen müsse. Der EuGH weist explizit auf diese Grenze der Entscheidung hin: “Insbesondere verpflichtet sie diesen Mitgliedstaat nicht dazu, in seinem nationalen Recht das Institut der Ehe zwischen Personen gleichen Geschlechts vorzusehen.”

Redaktion: Sven Lewerenz

Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im Juni 2018

Freitags in der LeTsBar

Der Lesbentelefon e.V. lädt jeden 1. und 3. Freitag im Monat ins LeTRA-Zentrum zum Barabend ein. Mit Getränken zum Selbstkostenpreis ist Plauschen, Feiern, Kickern, Lesen und Flirten möglich. Neben der Bar gibt es einen Bibliotheksbereich zum Ausleihen von Büchern rund ums lesbische Leben. Beim Infodienst von 18.00–21.00 Uhr könnt Ihr Euch über die LGBT-Community mit ihren Festen, Gruppen und weiteren Angeboten informieren.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis. Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

  —————————–

Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

LineBack1

Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

Studio02 Studio01

Fotos Studio Technik © Uferlos Magazin

LineBack1

wellenlaenge1

Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!