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Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 20. Juli 2017 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

CSD Rückblick zur 895. Sendung

Der CSD München ist mir viel Erfolg und Rekordzahlen gelaufen. Wir wollen ein bisschen Nachlese betreiben und diesmal aber den Veranstalter dazu befragen. Unsere Gäste sind diesmal Alexander Kluge (Geschäftsführer der CSD München GmbH, Martin Brunnett

(JAM Entertainment) und Maximilian Kastner (Öffentlichkeitsarbeit der CSD München GmbH).

Sicherlich wird es ein buntes Interview aus dem wir mal aus der Sicht der Veranstalter erfahren, welche schönen, unschönen und kuriosen Begebenheiten sich aus einer solchen großen Planung und im Ablauf ergeben haben.

Eure Moderatoren im Studio sind Günter Auburger und Jens Schröder

JensGuenterMod

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 17. Juli 2017 um 21:26Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 20. Juli 2017

Maltas Parlament stimmt für die Ehe für alle

Nur drei Jahre nach der Einführung von Lebenspartnerschaften hat die katholisch geprägte Insel die komplette Gleichstellung homosexueller Paare beschlossen. Ein wenig ist es wohl in unserem Freudentaumel über die „Ehe für Alle“ untergegangen: Die Gleichstellung aller Menschen geht in Europa weiter. Das maltesische Einkammern-Parlament hat letzte Woche in dritter und letzter Lesung für die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare gestimmt. Der seit 2013 amtierende Premierminister Joseph Muscat hatte die Ehe für alle nach der gewonnenen Parlamentswahl Anfang Juni als Priorität seiner Regierung behandelt und eine Umsetzung noch vor der Sommerpause versprochen. Auch die einzige andere im Parlament vertretene Oppositinspartei, die zur christdemokratischen Europäischen Volkspartei gehörenden Nationalisten, hatten vorab eine Zustimmung versprochen. Vor dem Parlament hatten am Dienstag 100 bis 150 überwiegend christlich motivierte Menschen gegen die Ehe-Öffnung demonstriert. Sie forderten auf Plakaten eine freie Gewissensabstimmung und die Beibehaltung von Begriffen wie Vater und Mutter. Ein Sprecher sagte, die Initiative sei ein “Angriff auf die traditionelle Ehe” aus “Mann, Frau, Kind und Gott”. Ein monatelanges Dauerfeuer gegen die Ehe-Öffnung war von der Katholischen Kirche gekommen. Bis 1973 standen homosexuelle Handlungen auf der Insel noch unter Strafe. Scheidung war bis 2011 illegal, Abtreibung ist es immer noch. 2016 gab es erstmals mehr Eheeintragungen auf Standesämtern als in Kirchen. In den letzten Jahren hatte sich das Land im Ranking von ILGA Europe an die Spitze der LGBTI-freundlichsten Länder in Europa gesetzt, u.a. bietet die Insel inzwischen eines der fortschrittlichsten Transsexuellengesetze der Welt und ein komplettes – und einstimmg beschlossenes – Verbot von “Therapien” zur “Heilung” von Lesben und Schwulen.

Gröbenzell: Vermieter verbietet Regenbogenfahne am Balkon

Eine Regenbogenfahne auf der Dachterrasse einer Mietwohnung sorgt in Gröbenzell, im Landkreis Fürstenfeldbruck, für Aufregung. Von seinem Vermieter Joachim Netschert wurde Christof Demuth aufgefordert, die bunte Flagge zu entfernen, berichtete die “Süddeutsche Zeitung”letzte Woche.Er sei nicht schwulenfeindlich, es gehe ihm allein um den Hausfrieden, erklärte der Vermieter, ein früherer CSU-Gemeinderat. “Die Fahne hängt seit zehn Tagen da, und ich habe nichts gesagt. Mir geht es darum, dass ich keine politischen Auseinandersetzungen in meinem Haus will”, zitierte ihn die “Süddeutsche”. Die Regenbogenfahne könne der Mieter in sein Fenster hängen, im öffentlichen Raum habe sie nichts zu suchen. Christof Demuth, der Mieter, sieht dagegen eine Verletzung seiner Meinungsfreiheit. “Es wird wieder einmal klar und deutlich, mit der Toleranz und Akzeptanz ist es nicht weit her”, erklärte der homosexuelle Mieter, der selbst einmal für die CDU in Baden-Württemberg Mitglied eines Gemeinderates war. “Ich habe mehrfach Gewalt erfahren, weil ich schwul bin, und hab es satt, dass man mich so behandelt wie dies nun mein Vermieter meint tun zu dürfen.” Demuth will mit seinem Anwalt das weitere Vorgehen beraten. Eine einheitliche Rechtsprechung zu Flaggen oder politischen Transparenten auf dem Balkon gibt es in Deutschland nicht. Auf Queer.de schreibt der Mieter, daß er bis mindestens in den Herbst die Fahne hängen lassen möchte.

Österreich: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Laut einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage des Nachrichtenmagazins “Österreich” wünscht sich die Mehrheit der Bevölkerung die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Demnach unterstützen derzeit 59 Prozent der Österreicher die Ehe für alle, nur 25 Prozent lehnen sie ab. 16 Prozent der Befragten machten keine Angaben. Die Umfrage wurde zwischen dem 4. und 6. Juli durchgeführt, also nach der historischen Entscheidung des Deutschen Bundestages, die Ehe zu öffnen. Bei den Anhängern der Parteien gibt es große Unterschiede: Am meisten unterstützen die Fans der liberalen NEOS die Ehe-Öffnung – 79 Prozent der NEOS-Wähler sprachen sich dafür aus, nur sieben Prozent wollten am Ehe-Verbot festhalten. Auch bei den Grünen (73 Prozent), der sozialdemokratischen SPÖ (71 Prozent) und der konservativen ÖVP-“Liste Sebastian Kurz” (55 Prozent) gab es eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung – obwohl sich Spitzenkandidat Sebastian Kurz erst vergangenen Monat in einem TV-Interview gegen die Ehe für alle ausgesprochen hat. Am schwersten tun sich die Wähler der rechtspopulistischen FPÖ: Lediglich 46 Prozent der Partei-Anhänger sprachen sich für die Ehe für alle aus. Eine ablehnende Haltung haben 37 Prozent. Die Zahlen sind jedoch überraschend für eine Partei, die eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben kategorisch ablehnt und sich mit Homophobie einen Namen gemacht hat; so hatte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache Homosexualität als “Krankheit” bezeichnet. Zudem zeigt die Umfrage, dass insbesondere jüngere Wähler und Frauen die Ehe für alle unterstützen. In Österreich dürfen Schwule und Lesben seit 2010 ihre Partnerschaften eintragen lassen. Wie in Deutschland enthielt das Gesetz zunächst weit mehr Pflichten als Rechte, wurde jedoch in den letzten Jahren mehr und mehr angeglichen. So entschied der österreichische Verfassungsgerichtshof bereits 2015, dass das Adoptionsverbot für verpartnerte Paare gegen die Bundesverfassung verstößt.

Quelle:http://Queer.de

Redaktion: Andre Richter


Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im Juli 2017

Vom 13.06.2017 – 31.12.2017: Ausstellung Rainbow Families

Eine Ausstellung des Rainbow Cities Network Das Netzwerk der Rainbow Cities, an dem die Koordinierungsstelle beteiligt ist, hat anlässlich des IDAHIT eine Ausstellung zum Thema Regenbogenfamilien erstellt. Mit dabei ist die Münchner Fotografin Barbara Stenzel. Insgesamt sechzehn Städte des Netzwerks haben sich beteiligt.

Die Ausstellung kann online besichtigt werden unter:rainbowcities.com
Mehr zum Rainbow Cities Network unter:muenchen.de/rathaus

Zeit: 00:00 – 24:00 Uhr
Ort: Online
Eintritt: frei
Veranstalter: Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

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Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

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Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juli 2015 um 01:31 Uhr

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Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!