» Home «

Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 15. Februar 2018 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

Das Thema zur 909 Sendung ist Adele Spitzeder

Der größte Bankbetrug aller Zeiten. Das ist der Titel eins Buches welches 2018 im Finanzbuchverlag erschienen ist. Der Autor Julian Nebel, stellt uns heute Abend die schillernde Figur der Adele Spitzeder vor, die als lesbische Frau Ende des 19. Jh. in München eine Privatbank betrieb. Sie war die erste, die das sogenannte Schneeballsystem im Geldverkehr erfand. Dieses System beruht auf dem einfachen Prinzip, dass mehr Menschen der Bank ihr Geld zum Arbeiten geben und dafür hohe Zinsen erhalten als Menschen, die ihre Geldeinlagen zurückfordern. In wieweit dieses Bankgeschäft für eine lesbische Frau in der damaligen Zeit auch aus Mangel an anderen Verdienstmöglichkeiten geboren war, werden Constantin Jahn und Karin Uecker mit dem Autor diskutieren.

Natürlich gibt es wie immer Nachrichten aus der queeren Welt und lohnende Veranstaltungstipps für Szene/Events in München.

Eure Moderatoren im Studio sind Constantin Jahn und Karin UeckerUferlosLogMod

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Februar 2018 um 16:23 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 15. Februar 2018

Koalitionsvertrag verspricht wenig zu LGBTI-Fragen

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD letzte Woche den Koalitionsvertrag vorgestellt, auf dessen Grundlage sie in den nächsten vier Jahren regieren wollen. Auf fast 180 Seiten wird die künftige Politik der Großen Koalition bestimmt – bei LGBTI-Fragen enttäuscht das Papier, obwohl es in den letzten Stunden noch ein paar zusätzliche Sätze zum Thema erhalten hat. So heißt es nun unter dem Unterpunkt “Familie”: “Wir respektieren geschlechtliche Vielfalt. Alle Menschen sollen unabhängig von ihrer sexuellen Identität frei und sicher leben können – mit gleichen Rechten und Pflichten. Homosexuellen- und Transfeindlichkeit verurteilen wir und wirken jeder Diskriminierung entgegen. An anderer Stelle des Vertrags bekennt sich die mögliche Große Koalition zur Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes; Aktionspläne gegen Rassismus und Diskriminierung werde man “fortführen und weiterentwickeln. Das Thema Homo- und Transphobie wird nicht eigens behandelt. Im letzten Koalitionsvertrag hatte die Regierung die Erweiterung des Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus um die Themen Homo- und Transphobie versprochen, eine erste Umsetzung im letzten Sommer wurde von LGBTI-Aktivisten als “beschönigende Rückschau” kritisiert. Ansonsten werden weitere LGBTI-Fragen im Koalitionsvertrag höchstens noch indirekt angesprochen. Auch bieten die Union, die AfD und die FDP in der 19. Legislaturperiode keine Sprecher für Queerpolitik. So gibt es nur eigene Ansprechpartner für Queerpolitik auf der linken Seite des Parlaments, nämlich bei SPD, die Linken und den Grünen. Die FDP hat zwar eigene Sprecher etwa für Behindertenpolitik sowie für “Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften” berufen, nicht jedoch für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten.

Bermuda: Ehe für alle wieder abgeschafft

Nun ist es offiziell: Mit den Bermudainseln schafft erstmals ein Rechtsgebiet eine bereits in Kraft getretene Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare wieder ab. 2015 hatte bereits ein Referendum in Slowenien eine vom Parlament beschlossene Ehe-Öffnung für Homo-Paare wieder zurückgenommen, diese war mit Blick auf das Referendum allerdings noch nicht umgesetzt worden. Im britischen Überseegebiet der Bermudainseln gab es hingegen bereits die ersten schwulen und lesbischen Eheschließungen. Die Ehe-Öffnung auf der Inselgruppe im Atlantik war im letzten Mai durch Gerichtsbeschluss in Kraft getreten; der Oberste Gerichtshof sah das Eheverbot nach der Klage eines schwulen Paares als Verstoß gegen ein 1981 Gesetz zum Schutz der Menschenrechte an. Bereits geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen sollen bestehen bleiben, für homosexuelle Paare soll es aber fortan nur noch Lebenspartnerschaften geben. Dieser wurde am Mittwoch vom britischen Gouverneur John Rankin, der das Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. auf der Inselgruppe vertritt, formal mit seiner Zustimmung versehen. Ende Dezember hatten zunächst das Unterhaus mit 24 zu zehn Stimmen für die Abschaffung der Ehe für alle votiert. Wenige Tage später folgte der Senat mit acht gegen drei Stimmen.

Olympiade in Südkorea: Mindestens 14 Mitglieder im Team LGBTI

Bei den Olympischen Winterspielen gibt es bislang 14 Mitglieder des inoffiziellen Teams LGBTI, mehr als zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Das queerste Teilnehmerland sind die USA. Rund 3.000 Sportlerinnen und Sportler nehmen in den nächsten zwei Wochen an den Olympiade in Pyeongchang teil. Von ihnen haben sich bislang nur 14 als LGBTI geoutet – das entspricht weniger als einem halben Prozent aller Teilnehmer. Im Vergleich zur weit größeren Sommerolympiade liegt die Regenbogenmannschaft damit auf gleichem Niveau. Am Ende konnte dieses informelle Team immerhin zehn Mal Gold, elf Mal Silber und vier Mal Bronze nach Hause bringen. Bei den Winterspielen sind bislang zehn Frauen und vier Männer im Team LGBTI. Von den 154 deutschen Athleten ist kein einziger dabei. Die meisten Mitglieder des Teams kommen aus den USA , gefolgt von Australien, Belgien und den Niederlanden. Bis Dienstag hatte das inoffizielle Team auch schon drei Medalien bei den diesjährigen Winterspielen in Südkorea geholt.

Redaktion: Andre`Richter


Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im Februar 2018

Am 20.02.2018 Männerakademie: Stigma und Gesundheit – Der Psychiater Joram Ronel referiert im Sub

Ein Stigma (griechisch für Stich, Wundmal) ist eine unerwünschte Andersheit gegenüber dem, was wir erwartet hätten. Das Mal von Kain, der seinen Bruder tötete, ist wahrscheinlich eines der ersten Zeugnisse für Stigmatisierung in der Geschichte der Menschheit. Stigma von Anfang an und für immer? Stigmatisierung, also die Diskreditierung einer Person eines bestimmten Merkmals wegen wie etwa Homosexualität, ist ein uraltes gesellschaftliches Phänomen, das die eigene Identität beschädigt und – bis heute – auch direkte Folgen für die Gesundheit haben kann. Über die Voodoo-Mechanismen der Moderne berichtet der Psychiater Joram Ronel. Dienstag, 20. Februar, 19.30 Uhr.

Zeit: 19:30 – 22:00 Uhr
Ort: Sub, Müllerstraße 14, 80469 München
Eintritt: frei
Veranstalter: Sub e.V.
Webadresse: http://www.subonline.org

Am 23.02.2018 Lesben Raus! Lesung und Diskussion mit Stephanie Kuhnen und Stephanie Gerlach

Das Buch „Lesben Raus“ (Querverlag) versteht sich als Plädoyer für die Sichtbarkeit von LESBEN in Gesellschaft und Community! 28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden? Herausgeberin Stephanie Kuhnen und die Autorin Stephanie Gerlach lesen aus ihren Buchbeiträgen und diskutieren mit uns die Frage der Sichtbarkeit von Lesben.

Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr
Ort: Letra-Zentrum, Angertorstraße 3, 80469 München
Eintritt: Kostenbeitrag 7,- Euro, Mitfrauen 5,- Euro
Veranstalter: LeTRa
Webadresse: http://www.letra.de
Email-Adresse: info@letra.de

Am 27.02.2018 Vernissage: Fetisch Entmystifizierung – Lars Deike stellt im Sub seine bekannten Fetischgemälde aus

Zum Starkbierfest stellt der Fotograf Lars Deike das erste Mal seit 15 Jahren wieder in München aus und das erstmals mit seinen Fetischgemälden. Deike hatte sein Fotoatelier viele Jahre in München und damals oft mit dem MLC zusammengearbeitet, dem Münchner Fetischclub. Hier entstanden viele Fotos, die Grundlage für seine heutigen Acrylgemälde waren. Vernissage am Dienstag, 27. Februar, im Sub. Die Bilder hängen einen ganzen Monat lang, parallel sind Deikes Arbeiten im Club Underground zu sehen. Lars Deike wurde 1963 als Sohn einer Verlegerfamilie in Konstanz geboren, absolvierte dort eine Ausbildung zum Verlagskaufmann und arbeitete nach seinem Umzug nach Berlin als Redakteur bei einer Berliner Zeitung. Er hat dann aber Fotografie in Los Angeles studiert. Deike ist auf Akt- und Fetischfotografie spezialisiert, hat einen hohen Anspruch an die Ästhetik seiner Fotos, provoziert aber auch gerne. So bildet der Künstler das gesamte Spektrum männlicher, schwuler Sexualität ab. Am 27. Februar wird er selbst zu Gast in der Müllerstraße 14 sein.

Zeit: 19:30 – 22:00 Uhr
Ort: Sub, Müllerstraße 14, 80469 München
Eintritt: frei
Veranstalter: Sub e.V.
Webadresse: http://www.subonline.org

Freitags in der LeTsBar

Der Lesbentelefon e.V. lädt jeden 1. und 3. Freitag im Monat ins LeTRA-Zentrum zum Barabend ein. Mit Getränken zum Selbstkostenpreis ist Plauschen, Feiern, Kickern, Lesen und Flirten möglich. Neben der Bar gibt es einen Bibliotheksbereich zum Ausleihen von Büchern rund ums lesbische Leben. Beim Infodienst von 18.00–21.00 Uhr könnt Ihr Euch über die LGBT-Community mit ihren Festen, Gruppen und weiteren Angeboten informieren.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis. Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

  —————————–

Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

LineBack1

Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

Studio02 Studio01

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juli 2015 um 01:31 Uhr

LineBack1

wellenlaenge1

Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!