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Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung am 19. Oktober 2017 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

In dieser 901. Sendung führen euch Constantin Jahn und Uwe Brisgis durch ein abwechslungsreiches Programm

Das Wort bekommt diesmal nicht nur Stuart Cameron, der Organisator der schwul-lesbischen Jobmesse „Stick and Stones“, sondern auch die lesbische Fussballerin Nadine Angerer sowie Akteure und Organisatoren des von „Transmann“ veranstalteten Hörspiel Respektakel. Also vielfältig und queer erwartet euch die nächste Folge von Uferlos.

Natürlich gibt es auch für Euch wieder die Uferlos-Schlagzeilen und die Uferlos-Veranstaltungshinweise.

Eure Moderatoren im Studio sind Uwe Brisgis und  Constantin Jahn

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. Oktober 2017 um 16:23 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 19. Oktober 2017

Verfolgung von Schwulen in Ägypten

Die Bundesregierung Deutschland hat gegenüber ägyptischen Regierungsvertretern ihre Sorge über die Verfolgung von Homosexuellen zum Ausdruck gebracht. Dies erklärte Außenstaatssekretär Walter Lindner (SPD) in einem Antwortschreiben an die grüne Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner. In den letzten Wochen wurde mehrfach über Verhaftungen von mutmaßlichen Schwulen in Ägypten berichtet, obwohl es im Land offiziell kein Verbot von Homosexualität gibt. Schwule werden aber immer wieder wegen “Ausschweifungen” oder anderen Gummiparagrafen angeklagt. Ägyptische Bürgerrechtler gehen von Dutzenden oder sogar Hunderten Festnahmen wegen mutmaßlicher Homosexualität oder Unterstützung von LGBTI-Rechten in den letzten Wochen aus. Die Grünen-Politikerin Franziska Brantner kritisierte die Reaktion der Bundesregierung als unzureichend. “Diese Verhaftungen belegen einmal mehr, dass in Ägypten Grundprinzipien der Rechtsstaatlichkeit nicht gewahrt werden”, erklärte die wiedergewählte Bundestagsabgeordnete gegenüber AFP. “Sorge zu äußern reicht nicht, gerade mit Blick auf das Flüchtlingsabkommen brauchen wir auch Konsequenzen.”

Premiere: Erster CSD im Kosovo

Zum ersten Mal in der Geschichte des Kosovo haben mehrere hundert Menschen am 10.10. an der ersten CSD-Parade in der Hauptstadt Pristina teilgenommen, darunter auch Staatspräsident HashimThaçi. Via Twitter veröffentlichte Thaçi Bilder vom CSD und erklärte auf Englisch: “Die Verfassung des Kosovo schützt die Liebe.” Auch internationale Diplomaten waren beim CSD dabei, darunter die niederländische Botschafterin in Pristina, Gerrie Willems. Das Motto des CSDs lautete: “Im Namen der Liebe”. Die Veranstalter, insgesamt neun Bürgerrechts- und LGBTI-Organisationen, wollen die Pride-Parade künftig zu einem jährlichen Event machen. Mitorganisator Lendi Mustafa, der sich als erste Person öffentlich im Kosovo als transsexuell geoutet hatte, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP: “Wir glauben an Vielfalt und daran, dass sie etwas zu den Werten der kosovarischen Gesellschaft beitragen kann.” Die Republik Kosovo hat erst im Jahr 2008 ihre Unabhängigkeit erklärt und versucht seither, sich der Europäischen Union anzunähern – dazu gehört auch die Achtung von Minderheitenrechten. Das EU-Parlament lobte in diesem Jahr in ihrem Fortschrittsbericht den Kosovo dafür, “dass die Rechte von LGBTI-Personen auf höchster politischer Ebene unterstützt werden”.

Trans*-Ausstellung in der Christuskirche Mainz

Die Evangelische Kirche Hessen-Nassau eröffnet am Mittwoch 11.10. um 18.30 Uhr in der Mainzer Christuskirche die Ausstellung “Max ist Marie” mit Porträts junger trans Menschen. Die Ausstellung – ein Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) – stellt noch bis zum 27. Oktober in bewegenden Bildern und Texten Menschen auf dem Weg ihrer Geschlechtsanpassung vor. Die Hamburger Künstlerin Kathrin Stahl begann die Serie mit einem Fotoshooting ihrer Tochter Marie, die einmal ihr Sohn Max war. Die Schirmherrschaft für das Projekt in Mainz hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung übernommen. Nach seinen Worten ist es eine der Lehren der Reformation, eingefahrene Denkmuster immer wieder neu zu überprüfen. Das gelte auch für den Blick auf LGBTI-Menschen. Basis müsse das Vertrauen in die Liebe Gottes bleiben, der das Leben in seiner Vielfältigkeit geschenkt habe. Aufgabe bleibe es, sich selbst und andere “anzunehmen”. Zum Thema ist eine Broschüre erschienen, die auch die Perspektive der evangelischen Kirche unter dem Titel “Reformation für Alle*” zeigt.

Wien: “European Lesbian* Conference”: Sichtbarkeit von queeren Frauen erhöhen

Die erste “European Lesbian* Conference” ist am Sonntag 8.10. in Wien zu Ende gegangen. Insgesamt 500 lesbische Aktivistinnen, Künstlerinnen, Akademikerinnen, Politikerinnen und Journalistinnen aus 45 Ländern haben sich nach Angaben der Organisatorinnen an der Konferenz beteiligt. Zu den Forderungen gehörte insbesondere eine bessere Sichtbarkeit von Lesben auch innerhalb der LGBTI-Community. Bei der Konferenz wurde unter anderem beklagt, dass lesbische Lebensweisen zu wenig wissenschaftlich untersucht würden und es daher zu wenige belastbare Daten gebe. So seien 2013 und 2014 international rund eine halbe Milliarde Dollar für LGBTI-Fragen ausgegeben worden, davon aber nur zwei Prozent für die Erforschung lesbischer, bisexueller oder queere Frauen. In einem für die Konferenz erstellten englischsprachigen Bericht wurden Empfehlungen zusammengefasst, um die Lage von Lesben in Europa zu verbessern, darunter etwa eine bessere Verfolgung von Hasskriminalität oder die generelle Verbesserung von Frauenrechten. “Die dreitägige Konferenz hat gezeigt, wie mächtig das lesbische Netzwerk in Europa ist und wie oft Lesben bei gesellschaftlichen Veränderungen in ihrem Land ganz vorne mit dabei sind”, so das Resümee der Organisatorinnen. Nun müsse sichergestellt werden, dass mehr dieser Ideen umgesetzt werden.

Redaktion: Dr. Karin Uecker


Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im Oktober 2017

Bis 31.12.2017: Ausstellung Rainbow Families

Eine Ausstellung des Rainbow Cities Network Das Netzwerk der Rainbow Cities, an dem die Koordinierungsstelle beteiligt ist, hat anlässlich des IDAHIT eine Ausstellung zum Thema Regenbogenfamilien erstellt. Mit dabei ist die Münchner Fotografin Barbara Stenzel. Insgesamt sechzehn Städte des Netzwerks haben sich beteiligt.

Die Ausstellung kann online besichtigt werden unter:rainbowcities.com
Mehr zum Rainbow Cities Network unter:muenchen.de/rathaus

Zeit: 00:00 – 24:00 Uhr
Ort: Online
Eintritt: frei
Veranstalter: Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Am Freitag 20.10. 2017 um 19:00 Uhr findet Gedenkzug der Opfer des NS-Regimes

Am 20. Oktober 1934 fand in München die erste große antihomosexuelle Razzia der Nationalsozialisten statt. In den folgenden Jahren wurden viele Männer und auch Frauen ihrer sexuellen Identität wegen diskriminiert, eingesperrt, geschlagen und sogar getötet. Am Jahrestag der Verhaftungswelle gedenken wir der zahlreichen Opfer des Nazi-Regimes, aber auch derer, die noch bis 1969 und danach aufgrund des Paragraphen 175 verfolgt wurden. Erstmals kann das Gedenken am Mahnmal Oberanger, Ecke Dultstraße stattfinden, das seit Juni 2017 begehbar ist. Im Anschluss zieht ein Lichterzug mit Kerzen zum Sub. Die Veranstaltenden hoffen auf rege Beteiligung der Szene. Eine Kooperationsveranstaltung von Forum Homosexualität München und Rosa Liste, 20. Oktober, 19 Uhr. Treffpunkt: Oberanger, Ecke Dultstraße. Das Gedenken endet gegen 20.30 Uhr.

Am 23.10.2017 um 21.15 Uhr zeigt das ATELIER In der Reihe MOngay den Preview: GOD’S OWN COUNTRY (OmU).

Der Film kommt aus Großbritannien und hatte 2017 Premiere. Regie und Buch von Francis Lee Francis Lee zeigt in seinem Langfilmdebüt den entbehrungsreichen Farm-Alltag in authentischen Bildern. Er konzentriert sich dabei auf Blicke und Gesten seiner Charaktere und ihre unmittelbare Körperlichkeit. Die archaische Landschaft von „God’s Own Country“, wie die Einheimischen die ehemalige Grafschaft nennen, wird zum Spiegelbild innerer Tumulte. Johnny ist frustriert vom Leben auf dem Bauernhof in Yorkshire und schlägt seine Freizeit mit Saufen und flüchtigem Sex mit Männern tot. Bis George auftaucht, ein rumänischer Arbeiter in Johnnys Alter, der die Saison über aushelfen soll. Und plötzlich ist alles anders … Völlig zurecht als britisches brokebackmountain gefeiert und sehr sehenswert.

Am 25.10. 2017 um 19:00 Uhr findet die Auftaktveranstaltung zur Foto-Ausstellung „Inside Abschiebelager“ Im Letra statt.

Die Ausstellung des Bayerischen Flüchtlingsrates will das menschenunwürdige System der Abschiebelager thematisieren und einen Eindruck von den dortigen Lebensbedingungen vermitteln. Was es bedeutet in den Sonderlagern untergebracht zu sein, veranschaulichen Geflüchtete mit Statements zu ihrer Situation sowie Fotos, die innerhalb der Lager gemacht wurden. Ergänzt werden diese mit Informationen und Fotos zu den Lagern mit knappen Zusammenfassungen der Zustände, welchen die Bewohner*innen ausgesetzt sind. Die Ausstellungsmacherin des Bayerischen Flüchtlingsrates wird etwas zu den Lebensbedingungen in den Abschiebelagern erzählen. Anschließend wird Sara Schmitter von LeTRa über die Lebens- und Wohnsituation von LGBT-Geflüchteten berichten. Die Bilder werden 4 Wochen lang in den Räumen des LeTRa-Zentrums zu sehen sein.

Am 26.10. 2017 findet ab 19:00 Uhr das GROSSE Frauenfest „Afterwork Clubbing“ mit“DISCO – NightFever” – WarmUp im „Jack Rabbit“ (Nähe Stachus)

Nach einer kleinen Kreativpause sind wir zurück mit unserem Afterwork Clubbing. Wir feiern mit Euch auch in der Woche. Raus aus dem Alltag, rein in die Party– gleich nachFeierabend von 19 Uhr bis Mitternacht. Unser Motto „come together – talk & dance“sollEuchanimieren, auf unseren Abenden offen auf Andere zuzugehen und neugierig für neue Bekanntschaften zu sein. In einer Zeit, in der das Internet und das virtuelle Kennenlernen sehr dominant geworden sind, kommen zwischenmenschliche Begegnungen leiderviel zu oft zu kurz. Seid Ihr als Gruppe unterwegs? Dann schaut doch einfach mal, ob vielleicht Eine irgendwo alleine steht und Ihr sie in Eure Runde einladen könnt. Kommst Du alleine? Trau Dich und gehe freundlich auf jemanden zu.Womöglich ist die Andere ja noch schüchterner als Du selbst.

Im Endeffekt entscheidet sowieso die Sympathie. Also setzt Euer freundlichstes Lächeln auf und los geht’s und damit das Ganze auch noch viel einfacher geht, übernimmt Paula (aka. Girls in a Disco) das WarmUp mit feinstem DiscoSound.

Bei uns sind alle Frauen (lesbisch, bi, hetero), Transmenschen& Gays willkommen.

Partytime: 19.00 Uhr– Mitternacht
Sounds by DJane Eléni &Paula (aka. Girls in a Disco) (WarmUp)

Eintritt: € 10,– (incl. Welcome Shot)

DJack Rabbit (Nähe Stachus) Schwanthalerstraße 2, 80336 München

www.frauenfest-muenchen.de

Freitags in der LeTsBar

Der Lesbentelefon e.V. lädt jeden 1. und 3. Freitag im Monat ins LeTRA-Zentrum zum Barabend ein. Mit Getränken zum Selbstkostenpreis ist Plauschen, Feiern, Kickern, Lesen und Flirten möglich. Neben der Bar gibt es einen Bibliotheksbereich zum Ausleihen von Büchern rund ums lesbische Leben. Beim Infodienst von 18.00–21.00 Uhr könnt Ihr Euch über die LGBT-Community mit ihren Festen, Gruppen und weiteren Angeboten informieren.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis.Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

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Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

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Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juli 2015 um 01:31 Uhr

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Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!