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Uferlos 92.4 FM  Das schwullesbische Radio Magazin auf Lora München

Sendung vom 21. September 2017 (21:00 – 22:00 Uhr auf LORA München 92,4)
 Frank  
 

Münchner Szene – Früher und heute

Unsere Moderatoren Jens, Ralf und Milady Charleen Bla Nla bringen heute für euch eine spannende Diskussion über das Thema: Münchner Szene – Früher und heute, live direkt zu Euch nachhause.Im Gespräch mit Experten aus der Münchner Szene wie Basti Roos, dem Geschäftsführer des beliebten Cafe Nil, aber auch Florian vom Jenny-was-a-friend-of-mine, werden unsere Moderatoren mit den gewohnten Zutaten Wortwitz und Charme ein lebendiges Gespräch führen.

Natürlich gibt es auch für Euch wieder die Uferlos-Schlagzeilen und die Uferlos-Veranstaltungshinweise.

Eure Moderatoren im Studio sind Jens Schröder, Ralf und Milady Charleen Bla Nla

UferlosLogMod

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 22. September 2017 um 11:36 Uhr

Nachrichten
 Frank  

Nachrichten vom 21. September 2017

Europarat besorgt über Homophopie in der Ukraine

In der Ukraine gibt es laut einem Bericht des Europarates nach wie vor Diskriminierung und Hass auf Minderheiten. Insbesondere für LGBTI müsse ehr getan werden. Die Europarats-Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat in einem am Dienstag vorgestellten Länderbericht (PDF) die Zunahme der Gewalt gegen Schwule, Lesben, transgeschlechtliche Menschen sowie andere Minderheiten in der Ukraine beklagt. Grund sei die instabile Lage des Landes, das durch kriegerische Auseinandersetzungen im Osten und die Annexion der Halbinsel Krim durch Russland geschwächt sei. In dem Bericht werden unter anderem Untersuchungen zitiert, dass es in den Jahren 2014 und 2015 mindestens 32 Übergriffe aus Homo- oder Transphophie gegeben habe, hinzu kämen sechs Morde. Die Polizei wird beschuldigt, viele der homophoben Übergriffe nicht zu verfolgen. Zudem wird beklagt, dass Vorurteile gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in der ukrainischen Bevölkerung noch immer virulent seien. So wird auf eine Umfrage aus dem Jahr 2013 verwiesen, nach der zwei Drittel der Ukrainer Homosexualität als “Perversion” ansehen. Europarat fordert besseren gesetzlichen Schutz für LGBTI. Als Konsequenz fordert der Bericht des Europarats unter anderem, dass die Ukraine in ihrem Strafgesetzbuch ausdrücklich strafverschärfend berücksichtigt, wenn Taten aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person begangen werden. Außerdem soll der Aufruf zu homo- oder transphobem Hass zu einer Straftat gemacht werden. Bisher werden im Land nur Straftaten besonders streng geahndet, wenn sie aus rassistischen, nationalistischen oder religiösen Motiven begangen werden. Lobend erwähnt wird, dass die Ukraine 2015 ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz beschlossen hat, das unter anderem LGBT vor Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz schützt. Das Gesetz war damals hoch umstritten.

Eigenartige Aufregung über Lehrer-Umfrage zu sexueller Vielfalt

Die Hauptstadtpresse und Politiker selbst aus der SPD blasen zum Angriff gegen eine wissenschaftliche Umfrage unter Lehrern in der Hauptstadt, weil darin auch das Thema sexuelle Orientierung vorkommt. In Berlin gibt es kurz vor dem Herbstanfang eine typische Sommerlochdebatte. Anlass ist die vom Senat in Auftrag gegebene Online-Lehrerumfrage “Wie viel Vielfalt verträgt Schule?” – Darin soll unter anderem herausgefunden werden, wie es sexuellen Minderheiten an Berliner Schulen geht, wie virulent beispielsweise homo- oder transphobe Schimpfworte auf dem Pausenhof sind.  Die Hauptstadtpresse fand die Umfrage schrecklich: Der “Berliner Kurier” kritisierte die angeblich “skandalöse Sex-Umfrage”, die B.Z. erregte sich über “Sex-Schnüffelei an Berlins Schulen” und selbst im seriösen “Tagesspiegel” fragte man sich: “Was soll das?” Der Grund für die Aufregung ist insbesondere eine Frage nach der sexuellen Orientierung des Lehrers. Diese gehe den Staat nichts an, so der Tenor der empörten Berichte. In Vorstellungsgesprächen sei es sogar verboten, Bewerber danach zu fragen. Auch Politiker aus mehreren Oppositions- und Regierungsparteien zeigten sich verstört. CDU-Fraktionschef Florian Graf erklärte ganz im Wahlkampfmodus: “Der Senat sollte sich bemühen, die hinteren Plätze in der Bildungspolitik zu verlassen – statt unnötig Energie für belanglose Dinge zu verschwenden.” FDP-Bildungspolitiker Paul Fresdorf sprach von “seltsamer Prioritätensetzung”. Die SPD-Abgeordnete Maja Lasić polterte auf Facebook sogar gegen die von ihrer eigenen Partei geführte Regierung – und deutete an, dass die Senatsverwaltung heimlich personenbezogene Umfragedaten auswerten könnte. Es ist unklar, warum diese Studie plötzlich Redakteure und Politiker so sehr erregt. Im letzten Jahr hatte die Antidiskriminierungsbehörde bereits eine Umfrage unter LGBTI-Lehrern durchgeführt, in denen diese sich freilich auch anonym “outen” mussten – damals hatte das keinen Hund hinter dem Ofen hervorgelockt. Jede Umfrage zum Thema sexuelle Orientierung fragt schließlich nach sexueller Orientierung. Datenschutzbeauftragter segnete Umfrage ab. Sowohl die Umfrage der Antidiskriminierungsstelle als auch die des Berliner Senates wurden bzw. werden anonymisiert durchgeführt. Die Teilnahme an beiden Umfragen war nicht verpflichtend. Bei “Spiegel Online” versteht daher die Studienautorin Meike Watzlawik, eine Professorin für Entwicklung und Kultur, die Aufregung nicht: Die Vorwürfe sind absolut haltlos. Wir wollen niemanden ausspionieren, sondern herausfinden, wie an Berliner Schulen mit dem Thema Vielfalt umgegangen wird. Dazu befragen wir Lehrkräfte an per Zufallsstichprobe ausgewählten Schulen in Berlin. Wir arbeiten nach geltenden wissenschaftlichen Standards, das Ganze ist abgesegnet vom Datenschutzbeauftragten des Landes. Rückschlüsse auf den Einzelnen werden nicht gezogen. Einen Effekt könne die Attacke auf die Umfrage aber haben: Bislang haben sich laut der Professorin bloß ein paar hundert Lehrer daran beteiligt: “Wir hatten auf bis zu tausend Teilnehmer und Teilnehmerinnen bis Ende September gehofft, aber ich fürchte, das wird uns wegen des Trubels nun nicht mehr gelingen”, so Watzlawik. Dabei wäre es so wichtig, Daten im Kampf gegen Homo- und Transphobie an Schulen zu sammeln.

Ehe für alle: Grüne verschenken Hochzeitstorte

Die Berliner Grünen wollen die Ehe-Öffnung am 1. Oktober mit einer besonderen Aktion feiern: Die Ökofraktion im Abgeordnetenhaus will eine Hochzeitstorte an ein gleichgeschlechtliches Paar, das sich an diesem Sonntag in Berlin das Ja-Wort geben wird, verschenken. Alle queeren Berliner mit Hochzeitsplänen können sich bewerben. “Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist ein historischer Meilenstein für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen. Darum wollen wir diesen Tag mit einer besonderen Aktion feiern”, erklärten die beiden grünen Abgeordneten Antje Kapek und Silke Gebel am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. “Wir schenken einem queeren Paar, das sich an diesem Tag in Berlin trauen lässt, die Hochzeitstorte. Alles, was ihr tun müsst: Erzählt uns von Eurem Heiratsantrag.” Einsendeschluss am kommenden Sonntag. Eine Jury soll unter allen Einsendern “den kreativsten beziehungsweise schönsten queeren Antrag” auswählen. Interessierte Paare können ihre Bewerbung bis zum kommenden Sonntag (24. September) an hochzeitstorte@gruene-fraktion-berlin.de schicken. Gleichgeschlechtliche Eheschließungen werden ab 1. Oktober in ganz Deutschland möglich sein. Da der Tag auf einen Sonntag fällt, wird mit einem großen Run am 2. Oktober gerechnet. Das rot-rot-grün regierte Land Berlin hat bereits angekündigt, dass die Eheschließung für verpartnerte Paare gebührenfrei sein wird. Kosten könnten allerdings für besondere Situationen anfallen – etwa wenn die Ehe am Wochenende geschlossen oder ein Dolmetscher vereidigt werde.

Redaktion: Sven Lewerenz


Veranstaltungen

Unternehmungslustig, aber wohin? Veranstaltungshinweise gibt es bei uns aktuell in der Sendung und nach der Sendung die Top Termine zum nachlesen für Euch.

Aktuelle Top Termine im September 2017

Bis 31.12.2017: Ausstellung Rainbow Families

Eine Ausstellung des Rainbow Cities Network Das Netzwerk der Rainbow Cities, an dem die Koordinierungsstelle beteiligt ist, hat anlässlich des IDAHIT eine Ausstellung zum Thema Regenbogenfamilien erstellt. Mit dabei ist die Münchner Fotografin Barbara Stenzel. Insgesamt sechzehn Städte des Netzwerks haben sich beteiligt.

Die Ausstellung kann online besichtigt werden unter:rainbowcities.com
Mehr zum Rainbow Cities Network unter:muenchen.de/rathaus

Zeit: 00:00 – 24:00 Uhr
Ort: Online
Eintritt: frei
Veranstalter: Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Samstag 23.09.2017 08:45: GOC Wanderung Loisachfilze bei Penzberg

Von Penzberg aus geht es zur Loisach und an deren Ufer entlang durch eine stimmungsvolle Moorlandschaft, um uns blühende Herbstzeitlosen, vor uns die Berge. Nach der Mittagseinkehr haben die Teilnehmer noch einen Panoramablick auf Kloster Benediktbeuern. Treffpunkt ist 08:45 am Münchner Hauptbahnhof am Fahrkartenautomaten am Gleis 31.
Die Rückkehr in München ist für ca. 18 Uhr geplant. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.

mehr am Samstag 23.09.2017

Bereits ab 05:00 ist für alle, die die Freitagnacht zum Tag gemacht haben in der Feuerwache der Tisch fürs Weißwurstfrühstück gedeckt und wem das noch zu früh ist, den lädt Ab 07:00 Uhr die Eiche zum Frühstücksbrunch ein. Um 21:00 Uhr lädt der MLC ins Underground zum Fetisch des Monats, das Motto: Cross und Bikerwear

ab 22:00 Uhr Die Schlagerbar Prosecco Theklastrasse 1

Schlager von den 60ern bis heute, nette Leute und Spaß bei guter Unterhaltung.

Sonntag 24.09.2017

ist der wohl wichtigste Termin des Jahres: Die Wahl zum deutschen Bundestag, denn wer nicht wählt, der wählt garantiert falsch! Also unsere Demokratie stärken und wenn wer es noch nicht per Briefwahl gemacht hat, die Stimme für seinen Kandidaten abgeben und dann ab 19:00 zur
Wahlparty ins SUB.

SUB | Schwules Kulturzentrum

Am Montag 25.09.2017 ab 13:00: Prosecco-Wiesn in der Fischer Vroni

Am zweiten Wiesn-Montag gehört das Zelt der Fischer Vroni (fast) ganz der Community.

Immer Mittwochs im Kraftwerk in der Thalkirchner Strasse 4 zwischen 19 und 21 Uhr ist die Euronight. Faßbier für nur einen Euro. Gute Laune und Durst bringt Ihr mit.

Immer Donnerstags im Edelheiß in der Pestalozzistrasse 6, ist der Bartabend Für Männer mit Bart gibt’s hier zwischen 19 und 22 Uhr das zweite Bier gratis.Trefft nette Bären und genießt eine bärige Atmosphäre im Edelheiß!

Noch bis zum 30.09.2017

in der Kunstbehandlung Robert C. Rore: Reflektionen, Reflektionen ist ein guter Titel für die 20. Einzelausstellung des Münchner Künstlers Robert C. Rore in der Kunstbehandlung. Denn dieser Ausstellungstitel gibt auch die Gelegenheit, auf eine zwei Dekaden umfassende Zusammenarbeit zurückzublicken….

Am Samstag den 30. 09. 2017 ab 20:00

Ist im SUB Gerhardt´s Wies´n Waschtag. Musik Gute Laune, Coole Leute und leckere Drinks für alle, die im Bierzelt keinen Platz mehr bekommen haben

 und ab 21.00 Uhr lädt der MLC zu Leder und Tracht ins Underground

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Mehr Termine gibt’s im Terminkalender von LEO dem queeren Magazin in Bayern, das überall in der Szene ausliegt.

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Das schwullesbische Radio Magazin München sucht Verstärkung

Egal ob Ihr Gay, Lesbe, BI, Trans, Inter oder Hetero seid, solange ihr euch für Schwule Themen einsetzen wollt, seid ihr gerne gesehen.

Ob Jünger oder Älter, Freude am Ehrenamt und Zuverlässigkeit sind das einzige was wir erwarten. Logisch das Ihr auch aus München oder näherer Umgebung sein solltet, da wir ja LIVE arbeiten. Also seid bitte nicht Schüchtern, traut euch, für jeden findet sich die passende Aufgabe. Nicht nur am Microphon sondern auch rund um die Vorbereitung ist viel zu tun.

Die Redaktion von Uferlos sendet über die Plattform von Radio LORA 92,4 München. Das Team arbeitet ehrenamtlich und mit Freude bei Moderation, Recherche,Interviews und Technik.

Wir würden uns freuen neue Gesichter kennen zu lernen, die Interesse hätten, richtig Radio zu machen und damit „On Air“ zu gehen.
Interessenten nehmen bitte Kontakt unter unserer E-Mail auf: info@uferlos-magazin.de

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juli 2015 um 01:31 Uhr

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Uferlos im Überblick

Sendetermin

Uferlos, das schwullesbische Radiomagazin für München und Südbayern, sendet immer LIVE am 1. und
3. Donnerstag im Monat von 21 – 22 Uhr auf LORA München 92,4 (im Kabel auf 96,75).
Die Sendungen werden für Euch auch hier im Podcast zum nachhören bereit gestellt.

Uferlos-Redaktionstreffen

Die Redaktion trifft sich immer am 4. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr zur Redaktionskonferenz wie auch
zum Erfahrungsaustausch mit Hörern und Interessenten. Das ist die Gelegenheit, sich in lockerer
Atmosphäre auszutauschen und Anregungen zum Programm zu besprechen.
Wir treffen uns immer im Gruppenraum in der Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (U-Bahn Goetheplatz). Einfach vorbeikommen!